Digitalgestützte Bildungsnetze im Sozialraum elaborieren

In Deutschland sind Bildungschancen von Heranwachsenden nach wie vor ungleich verteilt: Die Bildungsbenachteiligung bestimmter Gruppen reproduziert sich über die unterschiedliche Verfügbarkeit ökonomischen, sozialen und kulturellen Kapitals, die eng mit der Aneignungsqualität der Sozialräume verbunden ist, in denen Heranwachsende leben. Sozialraumbezogene Bildungsangebote sind eine Möglichkeit, um Bildungsbenachteiligungen entgegenzuwirken. Ein relativ neuer und erfolgsversprechender Ansatz hierfür sind die von Bremer M2C Institut für angewandte Medienforschung entwickelten „Digital Impact Labs“. Hier wird ein pädagogischer, digital gestützter Kreativ-, Denk- und Aktionsraum angeboten, in dem in dynamisch und partizipativ ausgerichteten Projekten für und mit Kindern und Jugendlichen Aktivitäten initiiert werden, die vielfältige Bildungsgelegenheiten eröffnen. 

Ziel des Forschungsprojekts DILABoration ist es, zu erfassen, welche Gelingensbedingungen dazu beitragen, Bildungsteilhabe von benachteiligten Jugendlichen in heterogen zusammengesetzten Stadtteilen ermöglichen und diese auf organisationaler und subjektiver Ebene zu rekonstruieren. Konkret werden hierzu die Angebote der Digital Impact Labs im Rahmen des Projekts durch eine Mehrebenenanalyse mit qualitativ-empirischen Zugängen evaluiert und co-kreativ konzeptionelle Ansätze (weiter-)entwickelt sowie erprobt. Darüber hinaus wird ein Transferkonzept entwickelt und dessen Eignung an mehreren Standorten erprobt.   

Partner:

Universität zu Köln
ifib-research

Auftraggeber:

Bundesministerium für Bildung und Forschung

Laufzeit:

01.11.2021 – 30.10.2024

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